Kulturwandel in Unternehmen.

Darum ist Kulturwandel in Unternehmen wichtig. Einfach erklärt in 5 Minuten

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1. Technologische und gesellschaftliche Entwicklung

Diese Kurve zeigt den Verlauf der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklung. Sie weist die zunehmende Komplexität und die dynamischen Veränderungen in den Märkten aus.
Globalisierung. Digitalisierung. Soziale Medien. Web 3.0. Industrie 4.0. Oder schon 5.0? Bahnbrechende technologische und gesellschaftliche Veränderungen vollziehen sich in rasantem Tempo – und zwingen uns alle dazu, unser Denken und Handeln dynamisch anzupassen.
Früher waren die gesellschaftliche Entwicklung und der technologische Fortschritt langsam. Sicherheit, Ordnung und Stabilität und der Glaube an Autorität und „den richtigen Weg“ waren bisher die Werte in der eher konservativen Wirtschaftswelt. In den Unternehmen bestimmten diese Werte die Organisationsprinzipien und in ihrer Folge führten sie zu hoher Spezialisierung, Standardisierung und Silodenken.
Diese stabile alte Wertekultur wird abgelöst von einer höheren Anpassungsfähigkeit der nach 1980 geborenen: Flexibilität, Spontanität und Lösungsorientierung haben hohe Priorität. Die Fähigkeit, Wissen pragmatisch anzuwenden und Veränderungskompetenz lösen Rang, Macht und Status ab. Die Generationen Y und Z streben nicht mehr Perfektion und ferne Ziele an, sondern setzen ihre Vorhaben Schritt für Schritt um.

2. Adaption durch innovatives Leadership

Diese Kurve zeigt die Akzeptanz der zunehmenden Komplexität und Dynamik durch innovatives Leadership. (Vorausdenker, Early Adapter, Open Minded People)
Pionier-Unternehmen haben sich längst auf das Handeln in unvorhersehbaren Umgebungen eingestellt und wenden neue Erfolgsmuster an. Ganzheitliche, innovative Führungskonzepte wie Reinventing Organizations, Agile Thinking und Lean Thinking, TheoryU und achtsames Leadership setzen sich immer mehr durch. Dabei haben diese Ansätze eins gemeinsam: Pioniere wissen, dass es keine „Methoden von der Stange“ gibt, um neue Konzepte und Prozesse in evolutionären Organisationen zu etablieren. Neue Führungskonzepte bedeuten einen dynamischen Kulturwandel im Unternehmen: neue Glaubenssätze und Überzeugungen setzen sich durch, wenn das Vertrauen in die Mitarbeiter zur Basis wird.
Dabei gilt der Grundsatz „Menschen wollen gute Beiträge zu etwas Wertvollem leisten“: Innovatives Leadership stellt den Menschen mit allen seinen Kompetenzen und Wertvorstellungen in den Mittelpunkt. Die Wertschätzung gilt ganzheitlich dem Menschen in seinem Sein.
Das Buch Reinventing Organizations von Frederic Laloux stößt auf großes Interesse. Das zeigt, wie viele Leute bereits auf dem Weg sind, evolutionäre Organisationen zu entwickeln. Evolutionäre Organisationen gestalten die Zukunft des Unternehmens und die Zukunft der Welt aktiv mit.

3. Mangelnde Adaption durch traditionelle Unternehmen

Diese Kurve zeigt vereinfacht den Adaptionsgrad der traditionellen Unternehmen an die zunehmende Komplexität und Dynamik.
Die durchschnittlichen Unternehmen hinken der gesellschaftlichen Entwicklung und den Pionieren hinterher. Sie haben zwar erkannt, dass sie sich anpassen müssen und führen moderne Prozesse und Methoden ein. Ein generelles Umdenken der Führung findet jedoch nicht statt. Kontrolle ist nach wie vor stärker als Vertrauen.
Diese Unternehmen entwickeln keine anpassungsfähige und innovative Kultur, weil die einzelnen Mitarbeiter nach wie vor in ein enges Korsett von Vorschriften, Kontrolle und Leistungsdruck gepresst werden. Führungskräfte üben Macht aus, indem sie Informationen zurückhalten. Sie betrachten die Anpassungen an die gesellschaftliche Entwicklung als notwendiges Übel. Kommunikation auf Augenhöhe und Kollaboration sind leere Worthülsen. Angst vor Veränderungen blockiert die Entwicklungsprozesse. Sie werden von den disruptiven Veränderungen in der Wirtschaft überholt.

4. Ignoranz der todgeweihten Unternehmen

Es gibt immer Unternehmen, die die gesellschaftlichen Entwicklungen und technologischen Fortschritt ignorieren. Fehlender Wandlungswille und fehlendes Entwicklungsverständnis bis hin zu „Et hätt noch immer jot jejange“, wie der Kölner sagt, sind die Glaubenssätze dieser Unternehmen. Sie werden früher oder später aus dem Markt ausscheiden.

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CC Creative Commons: Dieses Model basiert auf dem Werk „Digitale Transformation Model“ von Alain Veuve www.alainveuve.ch/digital-transformations-model und wurde von Ralf Janssen www.kompano.de überarbeitet. Es steht unter CC creative commons 4.0 Namensnennung. Weitergabe und Bearbeitung unter gleichen Bedingungen auch für kommerzielle Zwecke erwünscht.